Projekt RUMBA

Realisierung einer positiven User Experience mittels benutzerfreundlicher Ausgestaltung des Innenraums für automatisierte Fahrfunktionen

Rumba | BMWi Logos

Seit Jahrzehnten haben sich weder das Innenraumdesign von Fahrzeugen noch das grundsätzliche Interaktionskonzept zwischen Fahrer und Fahrzeug stark verändert. Beim vollautomatisierten Fahren (SAE-Level 4) ist der Fahrer nicht mehr für die Fahrzeugführung verantwortlich, wodurch ein Wandel der Nutzerbedürfnisse erfolgen wird.

RUMBA setzt sich zum Ziel, den Innenraum sowie das Fahrerlebnis für die Insassen während der vollautomatisierten Fahrt vollkommen neu zu gestalten.

Dazu setzt sich das Forschungsvorhaben zum Ziel, bekannte Denkmuster bei der Interieurgestaltung zu durchbrechen. In Rahmen von RUMBA wird nicht nur das gesamte Interieur-HMI-Konzept neu gestaltet, sondern auch ein neuartiges, auf Steer-by-Wire basierendes Bedienkonzept zur Fahrzeugführung entwickelt, welches Quer- und Längsführung in einem Element vereinigt.

Darüber hinaus wird die Trajektorienplanung des automatisierten Fahrzeuges konsequent hinsichtlich des Sicherheits- und Komfortgefühls des Insassen optimiert. Zur Erreichung der Projektziele wird ein nutzerzentrierter Entwicklungsprozess mit drei Iterationen angewendet, in welchen sich der Reifegrad des Demonstrators, die Nutzergruppe und die Evaluierungsumgebung (Prüfstand, Teststrecke, Realverkehr) unterscheiden. Dadurch wird gewährleistet, dass die veränderten Nutzerbedürfnisse hinsichtlich Ergonomie, Raumgefühl & -wirkung, Fahrkomfort, Insassenkomfort, Wohlbefinden, Kontrollierbarkeit und Systemvertrauen optimal in den Prototypen abgebildet werden.

Die Einflussfaktoren und Wirkzusammenhänge werden dabei interdisziplinär und für die Fahrzeugklassen Pkw und Lkw in einem gemeinsamen Anforderungs- und Lösungsraum für Innenräume abgebildet, wodurch eine Übertragung der Konzepte ermöglicht wird. Ziel des Projektes ist es die Nutzeranforderungen an das vollautomatisierte Fahren umfassend zu verstehen, Lösungskonzepte zu entwickeln und die Evaluierung von Prototypen durch die Endnutzer. Auf Basis dieser Aktivitäten können Handlungsempfehlungen gegeben werden, um die Entwicklung des vollautomatisierten Fahrens erfolgreich voranzutreiben.

Projektsteckbrief

Partner:
AUDI AG, MAN Truck & Bus SE, Robert Bosch GmbH, Robert Bosch Automotive Steering GmbH, CanControls GmbH, OHP GmbH, Spiegel Institut Mannheim GmbH, studiokurbos GmbH, Hochschule der Medien Stuttgart,  Universität Stuttgart, Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH

Projektvolumen

21.707.264,35 €
(davon 48 % Förderanteil durch BMWi)

Laufzeit

September 2020 – Februar 2024

Verbundkoordinator

Robert Bosch GmbH

Projektträger

TÜV Rheinland Consulting GmbH